Harzquerung 2017

Zum Laufen in den Harz, ein Wochenende spaßhaben und rennen, daß war im letzten Herbst ein Gedankenspiel, eine fixe Idee, die jedoch langsam Formen annahm.

Schnell stand fest, daß es zur Harzquerung nach Wernigerode gehen sollte. Die Harzquerung ist eine Ulta-Laufveranstalltung, bei der es aber auch zwei kürzere Distanzen gibt, so daß für alle etwas dabei sein sollte. Diese Jahr sollte die Veranstaltung zum 38. mal ausgetragen werden (www.harzquerung.de).

Am 28. April war es dann soweit, jetzt sollte sich zeigen, ob all die Trainingskilometer der letzten Monate ausreichen würden, die schweren Strecken in Harz zu bewältigen. Mit 16 Läufern vielen wir in Wernigerode ein um ordendlich Gas zu geben (nicht nur beim Laufen). Fünf Nelken hatten vor die lange Distanz mit 51 km und fast 1400 Steigungsmetern zu bewältigen, die übrigen elf hatten sich für die 29 km Strecke mit 800 Steigungsmetern angemeldet.

Gestartet wurden beide Läufe am 29. April, zuerst die Ultras morgen um 8:30 Uhr, natürlich waren alle dabei, um die fünf „Wahnsinnigen“ auf die Strecke zu schicken. Schnell waren sie im Wald verschwunden, für die übrigen blieb jetzt erstmal noch Zeit für ein ordentliches Frühstück, bevor wir zum zweiten Startort ins knapp 25 km entfernte Bennekenstein aufbrechen mußten. Von dort sollte es erst um 11:30 Uhr losgehen.

In Bennekenstein angekommen, zog sich auch prombt der Himmel zu, war es morgens in Wernigerode noch sonnig und halbwegs warm, war es jetzt bewölkt und unangenehm kalt, auf der Fahrt durch den Harz war sogar die ein oder andere Schneeflocke zu sehen.

Vom Wetter lassen sich richtige Läufer aber nicht stören, schließlich sollte der Tag zumindest trocken bleiben. Pünktlich um halb zwölf ging es dann auch los. Schnell waren wir in den Wäldern des Harzes verschwunden, wo es schönen, teilweise wurzeligen, Wanderwegen immer Richtung Nordhausen ging. Alles gut zu laufen und oft auch so richtig was zum spaßhaben. Nach ein paar Kilometern trafen dann die beiden Strecken zusammen und es ging gemeinsam mit den Ultraläufern weiter. Immer stetig auf- und ablaufend näherten wir uns dem Scharfrichter der Strecke, dem Poppenberg, nahezu 400 Hm im Anstieg, nonstop bergauf, immer wenn man dachte, es ist geschafft, ging es an der nächsten Kurve weiter bergauf, teilweise so steil, daß an laufen nicht zu denken war. Die Ultraläufer hatten an diesem Punkt der Strecke schon fast 40 km in den Beinen, es war beeindruckend zu sehen, wie sie immer noch guter Dinge und teilweise leichtfüßig diesen Berg erklommen.

Endlich auf dem Poppenberg angekommen, ging es auch gleich wieder runter, schnell waren in der Ferne die ersten Gebäude Nordhausens zu sehen. Blöd nur, daß noch 13 km zu laufen waren und ständig wieder fiese, teils steile Anstiege zu überwinden waren. Irgendwann geht jedoch jeder Lauf zu Ende. In Nordhausen kündigt sich Ziel mit einem schmalen, holprigen Wiesenweg an. Wenn man diesen Pfad erreicht, weiß man, es sind nur nach knapp 3 km vor einem liegen, und die gehen auch noch bergab. Den Zieleinlauf im Stadion kann man dann genießen.

Die Tollen Leistungen aller Nelken könnt ihr der folgenden Tabelle entnehmen:

51 km von Wernigerode nach Nordhausen
Marlies Achenbach 5:39:42
Marwin Achenbach 5:26:37
Harald Kuhlmann 4:51:04
Thomas Reinicke 5:34:53
Peter Teske 5:48:38
29 km von Bennekenstein nach Nordhausen
Andre Brand 3:13:17
Horst Brüggensmeier  3:02:00
Michael Daum 2:53:08
Andreas Diekmann 2:42:16
Angela Feldmann 3:05:33
Marion Kuhlmann 3:05:35
Andreas Kropp 2:32:41
Anke Kropp 3:16:47
Thomas Manetzki 2:53:04
Uwe Noltekuhlmann 2:58:15
Alexandra Otte 3:17:49

Auch abseits der Laufstrecke hatten wir eine menge Spaß. Zwar waren am Freitag alle noch ein wenig zurückhaltend, die leckeren Gerichte und die isotonischen beim Italiener boten aber eine gute Grundlage für den folgenden Lauftag. Nach dem Lauf, am Samstag, sah das jedoch schon ganz anders aus: wer laufen kann, kann auch feiern. Am Vorabend der Walpurgisnacht war in Wernigerode ordentlich was los. Nachdem wir unsere Speicher in einer spanischen Bodega mit allerlei festen und flüssigen Speisen und Getränken kräftig wieder aufgefüllt hatten, wagten wir uns noch unter die überall in der Stadt ihr Unwesen treibenden Hexen.

Etwas ruhiger war dann der Sonntag. Nach einem üppigen Frühstück ging es hinauf zu Burg Wernigerode (Aus irgendeinem Grund hat man die oben auf einem Berg erbaut, was eigentlich völliger Quatsch ist.), hier fand ein mittelalterlicher Markt statt. Auch die Burg konnte besichtigt werden.

Es war ein wunderschönes Wochenende, Glückwusch an alle Läufer für Ihre klasse Leistungen.

Als ganz besonders fleißig erwiesen sich Marlies und Marwin, die nur einen Tag nach ihrem 51 km Lauf den Hermannslauf erfolgreich gelaufen sind, Wahnsinn!!

Leider konnte uns Olli auf Grund einer Verletzung nicht begleiten. Olli, gute Besserung! Fürs nächste Jahr wird schon wieder geplant…

Das Leben ist laufenswert…


Bilder vom Renntag.

Bilder vom „Rahmenprogramm“

 


Hier die GPS-Daten der 51er Strecke (2017)

 

Hier die GPS-Daten der 28er Strecke (2016)


 


 

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Andreas Kropp

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