Challenge Roth 2016

Bereits seinen 5. Langdistanztriathlon (3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,195km Laufen) absolvierte Christian am 17. Juli. Diesmal im fränkischen Roth, dem Triathlon-Mekka schlechthin.

Nach bärenstarken 10 Std 48 Min 15 Sek erreichte er erfolgreich und glücklich das Ziel.

Besonders beeindruckend war wie so oft seine Leistung auf dem Rad, hier benötigte er für die 180km nur 4 Std 58 min, womit er auch einige Profis hinter sich ließ.

Christian, klasse Leistung und weiter so!


Hier der Rennbericht von Christian……..

6:00 Uhr morgens in der Wechselzone. Noch 30 Minuten bis zum Start der Profis… Knisternde Spannung liegt in der Luft. Neben der 3.500 Einzelstarter und 500 Staffeln sind bereits mehrere Tausend Zuschauer vor Ort. Die 2km lange Wendepunkt-Schwimmstrecke durch den angenehm warmen Main-Donau Kanal ist komplett mit Zuschauern besetzt. Um 6:30 Uhr steigen die Heißluftballons in die Luft und alle sind voller Spannung, ob heute nach 2011 wieder in Roth Geschichte geschrieben wird und Jan Frodeno wie von ihm angekündigt, den Weltrekord von 7:41h unterbietet. Neben ihm ist mit Daniela Ryf auch am Start und somit beide amtierende Ironman Weltmeister. Jan schwimmt der Konkurrenz bereits im Wasser davon und liegt mit 45min knapp eine Minute vor dem Weltrekord. Hiervon kriege ich nichts mehr mit, da ich seit 6:45 Uhr im Wasser ums “Überleben kämpfe”. Ziel einigermaßen vernünftig durchkommen – nicht überanstrengen und nicht zu viel Zeit verlieren. Kurz vor der letzten Wende bei 3.400m kommt dann ein Wadenkrampf, 50m Brust, an der Boje festhalten, Krampf wegdrücken und irgendwie weiter. Zügiger Wechsel und auf dem Rad die Uhrzeit checken. Super, trotzdem 3 Minuten vor dem Zeitplan. Auf dem Rad rollt es gut, viele schnelle Schwimmer werden auf der ersten Runde wieder einkassiert. Zeiten sind auch im Bereich für unter 5h. Überall auf der 85km Runde sind viele Zuschauer und machen Stimmung. Insbesondere am Solarer Berg, bei 9% Steigung bildet die Menge ein schmale Gasse und klatscht die Fahrer mit Luftstangen hinauf. Durch ein gerade Radbreite Gasse mit Puls am Anschlag und einen extra Schuss Laktat in den Beinen wird man 2x hier hinauf “gescheucht. Erst kurz vor dem Kopf ziehen die Zuschauer ihre Luftstangen weg – Gänsehaut-Stimmung. Die 2. Radrunde läuft auch gut, mittlerweile sind die schnelle Staffelfahrer um mich herum auf ihre erste Runde gegangen. Einzig die Tatsache, dass mein Tacho mittlerweile 2km mehr Distanz anzeigt als die Schilder alle 10km irritiert mich und zeigt, dass ich über 5 Stunden liegt. Aber dann kommen die letzten 15km, welche ich am Vortag als Vorbelastung in 25min locker gefahren bin. Da wusste ich, die 5h fallen heute und so war es. Schneller Wechsel zum Lauf hat ebenfalls geklappt. Alle Ziele bisher erreicht und super happy auf die Laufstrecke. Jetzt “nur” noch den Marathon ins Ziel bringen. Hatte allerdings von Beginn an Rückenschmerzen und kam nie in meinen Laufrhythmus. Rückenschmerzen hatte ich noch nie und war überhaupt nicht drauf vorbereitet. Mein Gesamtzeit-Traumziel war bereits nach wenigen Kilometern unerreichbar und es wurde immer wärmer am Kanal. So wurde die Laufeinheit deutlich langsamer und die letzten 10km wurden genutzt um mit den zahlreichen Zuschauern Party zu machen und sich mit anderen Läufern zu unterhalten. Nach 38km kamen mir noch diverse Läufer entgegen, welche erst gerade auf die Laufstrecke gestartet waren und noch 40km vor sich hatten. Respekt, sich hier über 14 bis 15 abzumühen um am Ende spät abends umjubelt ins Ziel einzulaufen. Die Zuschauer am Ende der Laufstrecke waren bester Laune, denn heute haben sie den neuen Weltrekord mit 7:35h fast 6 Minuten schneller erlebt. 20 Minuten Vorsprung auf den Zweitplazierten. Auch Daniela Ryf lief ein einsames Rennen mit über 20 Minuten Vorsprung. Nach 8:22h tanzte sie ins Ziel, mit der 3. schnellsten jemals absolvierten Zeit, nur 4 Minuten hinter dem Weltrekord von 2011 und nur 8 Männer lagen vor ihr. Ich war nach 10:48h recht erschöpft und froh am Ziel. Immerhin 56 Minuten schneller als im Vorjahr und meine zweitbeste Zeit überhaupt. Auch wenn es beim Lauf mit der Motivation nicht ganz geklappt hat. Dieses Wochenende war ein klasse Erlebnis und der Radsplit ein genialer Erfolgt – mir noch wichtiger als die Gesamtzeit. Roth ist immer wieder ein super Erlebnis, mit über 200.000 Zuschauern bei familiärer Atmosphäre. Eine Empfehlung Wert für jeden Sportler – einfach dabei sein. Egal ob als (Staffel-)Starter oder als Zuschauer Spaß haben und die Starter motivieren.

VG, Christian


Infos und Details unter http://www.challenge-roth.com

Roth-2016-03

Roth-2016-02

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Andreas Kropp

2 Comments

  1. Hey Christian,

    Tipp topp! Du Bist fit und gut in Form!
    Ja es gibt immer was Neues zu erleben – auch wenn es diesmal die Rückenschmerzen waren 😉 – Glückwunsch zu der Megazeit!

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